Eine Stadt im Zeichen des Glaubens

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Ihre geistlichen Herren prägten das Gesicht der Bischofsstadt Eichstätt

Der stolze Dom und die prächtig ausgestattete Schutzengelkirche, die Kapuzinerkirche mit der Nachbildung des Heiligen Grabs, die Barockschönheit Notre Dame du Sacre Cœur, Kloster St. Walburg und Kloster Rebdorf – Kirchen und Klöster sind aus Eichstätts Stadtbild nicht wegzudenken. Kein Wunder, schließlich hatte die Kirche von Beginn an großen Einfluss auf die Geschichte und Entwicklung der Stadt.

Die Geschichte Eichstätts beginnt mit der Christianisierung der Region: Im Jahr 740 ließ der Hl. Bonifatius in Eichstätt ein Kloster errichten und ernannte den angelsächsischen Mönch Willibald zum ersten Bischof von Eichstätt. Dessen Grab ist heute im Eichstätter Dom Anziehungspunkt für zahlreiche Pilger. 1042 erhielt Eichstätt das Prädikat „civitas“ (Stadt). Mit der Gründung des „Collegium Willibaldinum“, des ersten Priesterseminar Deutschlands, zeigte sich die Stadt 1564 erneut als eine Hochburg des Glaubens. Gerade deshalb wurde sie allerdings während des Dreißigjährigen Kriegs 1634 von den Schweden fast völlig zerstört.

Doch die Stadt sollte wieder aufgebaut werden, schöner und prachtvoller als zuvor. Dafür sorgten die Fürstbischöfe. Sie holten namhafte Architekten wie Jakob Engel, Gabriel de Gabrieli und Mauritio Pedetti an die Altmühl, die Väter des in der Kunstgeschichte einmaligen „Eichstätter Barocks“. Noch heute prägen ihre Bauten das Stadtbild. Mit der Säkularisierung wurde 1802 die weltliche Macht der Kirche gebrochen, das Fürstbistum Eichstätt wurde aufgelöst und Bayern zugesprochen. Es folgte eine Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs; Eichstätt geriet ein wenig in Vergessenheit.

Nachdem die abseits gelegene Stadt den Verwüstungen der beiden Weltkriege entgangen war, sorgte wieder die Kirche für einen neuen Entwicklungsschub: Im Jahre 1958 erhielt Eichstätt von der Deutschen Bischofskonferenz die Zusage zur Gründung einer Pädagogischen Hochschule, aus der später die Katholische Universität Eichstätt hervorging – die einzige katholische Universität in Deutschland. Diese Entwicklung löste einen neuen Baudrang aus, und mit Karljosef Schattner verpflichtete man einen Diözesanbaumeister mit einer architektonischen Vision. Im Auftrag der Kirche schufen er und sein Nachfolger Karl Frey beeindruckende Verbindungen aus moderner Architektur und historischen Bauten, die sich unter anderem im ehemaligen Waisenhaus, der Sommerresidenz oder im Ulmer Hof zeigen. Heute ist Eichstätt ein „Mekka“ für Architekturstudenten und Freunde der hohen Baukunst.

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