Auf herzoglichen Spuren durch das Auwäldchen

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Der „KultURwald“ verbindet Naturgenuss, Infos und interaktive Elemente

Urwüchsig und alt wirkt das Eichstätter Auwäldchen. Wer hier den beiden Routen durch den „KultURwald“ folgt, entdeckt Orte der Natur und der Geschichte.

Im Lauf der Jahrhunderte haben die Menschen diesen Wald immer wieder nach ihren Bedürfnissen verändert – in welcher Form, erfahren die Spaziergänger auf den Infotafeln und anhand der interaktiven Objekte auf der ersten Route des „KultURwalds“. Die interaktiven Stationen entlang des Wegs fordern Wissen und Geschicklichkeit von den Wanderern: Sie testen zum Beispiel ihre Kenntnisse über Tiere, Pflanzen und Pilze beim Artenmemory, lauschen dem Klang von Nadelholz oder versuchen, auf den „ökologischen Fußstapfen“ die Balance zu halten.
Besonders den Herzögen von Leuchtenberg, die ab 1817 über das Fürstentum Eichstätt herrschten, kam bei der Veränderung des „KultURwalds eine entscheidende Rolle zu: Ortsbezeichnungen wie „Hirschpark“ oder „Saupark“ erinnern daran, dass der Wald früher Teil des herzoglichen Jagdgebiets war. Auch die Steintreppen und gewundenen Wege stammen noch aus dieser Zeit.

Die erste Route führt dem Wanderer also den Wandel des „KultURwalds“ vor Augen: von den Buchenurwäldern vorchristlicher Zeit über die Jagdgründe der Fürsten bis zum modernen Wald, der gleichzeitig Holzlieferant, Klimaschützer und Erholungsraum sein soll. Dies regt zum Nachdenken an: Wie wird der Wald in Zukunft aussehen? Welchen Einfluss hat unser Lebensstil auf die Wälder?

Die zweite Rote spürt dem „verborgenen Garten“ am Eichstätter Cobenzlschlösschen nach: Domprobst Ludwig Graf von Cobenzl erwarb es 1784 und erweiterte den dazugehörigen Garten zu einem ausgedehnten Park. Er war Mitglied des geheimen Illuminatenordens und legte im 18. Jahrhundert einen Garten nach dessen Idealen an. Dieser Park wurde nach dem Verbot des Ordens um 1802 beseitigt. Unterwegs auf der zweiten Route des Walds führt der Weg außerdem zum Standort des einstigen Bienenhauses und zur geheimnisumwitterten Cobenzl-Höhle, die sich zwischen zwei Bergflanken versteckt. In ihr sollen einst Einweihungsrituale des Illuminaten-Ordens stattgefunden haben.

Der praktische Wanderflyer im Taschenformat mit einer übersichtlichen Karte für den KultURwald enthält beide Routen, die einzeln oder beide gemeinsam, als zusammenhängender Rundweg, begangen werden können.
Den Wanderflyer gibt es kostenlos bei der Tourist – Information Eichstätt, Domplatz 8, 85072 Eichstätt, Tel. 08421/6001-400; tourismus@eichstaett.de oder zum Download auf www.eichstaett.de/kulturwald

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