Menü

Willibaldburg-Beleuchtung gewinnt German Design Award

Nahm hocherfreut den German Design Award in der Kategorie Lichtdesign entgegen: Andreas Arzenheimer, Geschäftsführer des gleichnamigen Eichstätter Planungsbüros. Foto: Arzenheimer

Meldung vom 10. Februar 2026 (12:22 Uhr)

Zweite bedeutende Auszeichnung für Projekt eines Eichstätter Planungsbüros

Schon zum zweiten Mal hat die neu aufgelegte Beleuchtung der Willibaldsburg-Fassade einen international renommierten Preis gewonnen: Andreas Arzenheimer, Geschäftsführer des gleichnamigen Eichstätter Planungsbüros, konnte vergangene Woche in Frankfurt hocherfreut den „German Design Award“ in der Kategorie Lichtdesign entgegennehmen. Erst Ende 2024 hatte das Projekt, das die Stadt Eichstätt in Auftrag gegeben hatte, den    prestigeträchtigen LIT-Award in der Kategorie „LED Exterior Lighting Design“ überreicht bekommen.

Interdisziplinäre und internationale Jury 

Beim nun verliehenen „German Design Award“ bewertet eine interdisziplinäre und internationale Jury im Ursprung seit über 70 Jahren herausragende Projekte, „die durch Gestaltung Innovation vorantreiben, Verantwortung übernehmen und neue Perspektiven schaffen“, wie es vom Ausrichter, dem German Design Council, heißt. Kriterien sind dabei zum Beispiel Gestaltungsqualität, Nachhaltigkeit oder technische Qualität. All diese Aspekte und zahlreiche weitere sieht die Jury beim Eichstätter Projekt nun offenbar in besonderer Weise erfüllt.

Stromsparender, Fledermaus- und Insektenfreundlicher 

So ist die neue Beleuchtung der Willibaldsburg, die 2024 komplett überarbeitet worden war, nicht nur stromsparender, sondern auch Fledermaus- und Insektenfreundlicher. Die Stadt Eichstätt trat hier als Bauherrin auf. Denn während die Bauarbeiten an der Burg selbst in der Verantwortung des Staatlichen Bauamtes und der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung lag, ist die Burgbeleuchtung historisch bedingt Aufgabe der Kommune. Zuletzt hatte die Stadt Eichstätt in den 1970er-Jahren eine großflächige Beleuchtungsanlage in Auftrag gegeben. Nun, nach 40 Jahren und passend zum Abschluss der umfassenden Sanierungsarbeiten am Bauwerk selbst, war ein guter Zeitpunkt gekommen, die energie- und steuerungstechnisch überholte Anlage zu erneuern.

"In ihrer historischen Bedeutung gewürdigt“ 

Besonders beeindruckt scheint die Juror/-innen dabei der Umgang mit dem historischen Erbe des Bauwerks aus dem 14. Jahrhundert zu haben: „Mit der innovativen Außenbeleuchtung wird die Burg nicht nur in ihrer architektonischen Pracht hervorgehoben, sondern auch in ihrer historischen Bedeutung gewürdigt“, heißt es in einem Statement der Jury. „Die Beleuchtung verbindet modernste Lichttechnik mit einem tiefen Respekt für die Geschichte und Ästhetik des Bauwerks, betont die markanten Türme, die mächtigen Mauern und die filigranen Details der Fassaden, wodurch ein harmonisches Zusammenspiel von Licht und Schatten entsteht. Neben der Fassadenbeleuchtung erscheint nun auch der Innenhof in neuem Glanz.“

Licht folgt der Entstehungsgeschichte der Burg

„Das neue Konzept trägt der Dimension der Anlage, den unterschiedlichen Erhaltungsgraden und Bauzeiten Rechnung“, fasst es Arzenheimer zusammen. Die beiden Schmuckfassaden der Burg mit ihren Ecktürmen wurden heller und homogener illuminiert. Die Beleuchtung der „ruinösen südwestlichen Teile der Burg“ grenze sich von der Schmuckfassade deutlich ab und inszeniere die nur noch im Ansatz vorhandenen Türme, Anbauten und die Schwellenbergbastion als östlichen Abschluss der Burganlage, erklärt er weiter. Dabei wurde darauf geachtet, dass nur die historischen Mauern und keine neuzeitlichen Anlagenteile beleuchtet werden.

Grienberger freut sich über "All-Eichstätt-Projekt"

Oberbürgermeister Josef Grienberger freut sich sehr – nicht nur, weil die Stadt Bauherrin der Maßnahme war: „Wir haben es hier geschafft, die Willibaldsburg, die nicht nur Eichstätter Identifikationspunkt, sondern ein überregional bedeutendes Bauwerk ist, in Szene zu setzen. Das ist in einer so herausragenden Qualität gelungen, dass wir uns gemeinsam mit und dank Hr. Arzenheimer und seinem Team schon über die zweite bedeutende Auszeichnung für das Projekt freuen können. Und das als All-Eichstätt-Projekt mit einem Eichstätter Elektroplanungsbüro. Das zeigt, was für herausragende Unternehmen und Handwerker wir hier vor Ort haben!“ 

Zusammenfassend kommt die Award-Jury übrigens zum Schluss: „Das Gesamtkonzept überzeugt durch ästhetische Zurückhaltung und eine harmonische Balance zwischen Denkmalpflege, zeitgemäßer Technik und emotionaler Wirkung.“

Partner

Logo Naturpark AltmühltalLogo Tourismusverband Franken 2024Logo Die Fränkischen StädteLogo Deutsche Limes-StraßeLogo Altmühl-DonauLogo Erlebe.BayernLogo Burgenstraße