Meldung vom 29. Januar 2026 (19:02 Uhr)
Die Burgenstraße hat Zuwachs bekommen: Seit 01.01.2026 darf sich auch die Barock-, Bischofs- und Universitätsstadt Eichstätt mit der Willibaldsburg zu den Mitgliedern der bekannten Ferienstraße zählen. Diese führt nun erstmals durchs Altmühltal und verlängert sich um rund 60 Kilometer auf insgesamt ca. 840 Kilometer. Eichstätt steht damit in einer Reihe mit weltbekannten Reisezielen, UNESCO-Welterbestätten und touristischen Kleinoden wie Heidelberg, Rothenburg ob der Tauber, Nürnberg, Bamberg oder Bad Wimpfen.
Ermöglicht hatte die Aufnahme Eichstätts der Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten der Stadt Eichstätt. Dieser beriet auf Vorschlag der Verwaltung im November 2025 über eine mögliche
Bewerbung um Aufnahme in die Burgenstraße. Dank einer Mehrheit im Gremium und einer Eilentscheidung seitens der Burgenstraße ist Eichstätt nun gemeinsam mit der Bier- und Hopfenstadt Spalt im Fränkischen Seenland seit Januar der frischeste Neuzugang auf der traditionsreichen Touristikroute.
Die 1954 ins Leben gerufene Burgenstraße verbindet zwischen Heidelberg/Schwetzingen und Bayreuth mehr als 45 Mitgliedsorte, in denen über 60 historische Gemäuer zu bewundern sind. In beiden Richtungen durchgehend beschildert, lässt sich die Themenroute in beliebig langen oder kurzen Etappen erkunden – ob mit dem Pkw, dem Wohnmobil, dem Oldtimer oder dem Fahrrad. Abwechslungsreiche Landschaften – darunter das Neckartal, der Naturpark Altmühltal und die Fränkischen Schweiz – bilden die Kulisse für historische Einblicke in rund 1000 Jahre deutscher (Kultur-)Geschichte: vom Mittelalter über das Barock bis zum Historismus.
Dabei versteht sich die Ferienstraße als Einladung, buchstäblich schon den Weg als Ziel zu begreifen: „Es ist nie der schnellste, sondern stets der schönste Weg, der die Stationen der Burgenstraße verbindet“, erklärte Katharina Tank, Geschäftsführerin des Trägervereins „Die Burgenstraße e.V.“, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz auf der Willibaldsburg Ende Januar: „Dass die Burgenstraße nun auch durchs Altmühltal führt, ist ein echter Gewinn für unsere Reisenden – und ein weiterer ‚Schatz‘, mit dem Eichstätt die Route bereichert, zusätzlich zur Burg, dem wunderschönen Stadtbild, den sehenswerten Museen und vielem mehr.“
Denn unter dem Motto „Werte schätzen – Schätze entdecken“ will die Burgenstraße den Blick ganz bewusst auf das reiche und vielfältige historisch-kulturelle Erbe entlang der Route lenken: „Damit sind längst nicht nur die steinernen Zeugen vergangener Zeiten gemeint“, erläuterte Dr. Markus Naser, Oberbürgermeister der Stadt Rothenburg ob der Tauber und Vorsitzender des Burgenstraße e. V.: „Auch einzigartige kulturelle Schätze, lebendiges Brauchtum, traditionelle Handwerkskunst und die kulinarischen Spezialitäten eines jeden Ortes und einer jeden Region machen die Geschichtserfahrung entlang der Burgenstraße zur genussvollen Urlaubsgegenwart.“ Neben feinem Schwetzinger Spargel, Württemberger Wein, Nürnberger Lebkuchen und fränkischem Bier wird hierzu künftig auch das Altmühltaler Lamm seinen Beitrag leisten. Nicht zuletzt laden zahlreiche Erlebnisangebote das ganze Jahr über zum Kennenlernen und Mitmachen ein: Führungen im historischen Gewand und traditionelle Märkte, hochkarätige Festivals und Open-Air-Theater, Greifvogel-Shows, Oldtimer-Rallyes und vieles mehr.
Oberbürgermeister Josef Grienberger freute sich bei der Pressekonferenz sehr über die Aufnahme in die Burgenstraße: „Wir mögen zwar Kleinstadt sein, können aber mit so einigen touristischen Trümpfen aufwarten – nicht nur mit der Willibaldsburg, sondern auch mit unserer historischen Altstadt. Das wissen wir Eichstätter und viele in der Region. Doch wir möchten noch viel mehr Menschen für unsere Stadt begeistern und können jetzt über den Burgenstraßen-Verbund hoffentlich noch zahlreiche weitere Menschen nach Eichstätt locken!“
Für den Leiter der Tourist-Information der Stadt Eichstätt, Lars Bender, geht mit der Aufnahme in die Burgenstraße ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: „Wir merken im Tourismus jeden Tag, dass man viel mehr erreicht, wenn man als starker Verbund auftritt – also zum Beispiel als Naturpark Altmühltal zusammen auf der Messe steht. Deshalb weiß ich, dass wir als Stadt Eichstätt von der Burgenstraße nur profitieren können!“
Um die beiden neuen Mitglieder Eichstätt und Spalt in die Burgenstraße zu integrieren, müssen zum einen der Routenverlauf auf der Straße (bislang 780 Kilometer, jetzt 840 Kilometer) sowie der Radweg „Burgenstraße“ (bislang 860 Kilometer, jetzt 960 Kilometer) angepasst und ausgeschildert werden. Eichstätt und Spalt finden hier zwischen den Bestandsmitgliedern Abenberg und Roth Platz, die Route wird damit um eine neue Südschleife durchs Fränkische Seenland und das Altmühltal erweitert. Zudem sind beiden „Neuen“ in allen – auch international vertriebenen – Flyern, Broschüren und Co. zu ergänzen. „Und vielleicht finden wir in Eichstätt ja auch einen neuen Partner für unser Premium-Partner-Hotelnetzwerk“, freut sich Tank, die gemeinsam mit Bender die kommenden Monate schon fest im Blick hat. So will die Burgenstraße zum Beispiel ihre Angebote für Kinder und Familien noch einmal gezielt in den Fokus rücken – was würde da besser passen als die Eichstätter Willibaldsburg mit dem Jura-Museum.
Die Burgenstraße einen Blick:
- gegründet 1954 in Heilbronn
- eine der ältesten und bekanntesten Ferienstraßen Deutschlands
- Länge: 840 km (Straße), 960 km (Radweg)
- Start-/Endpunkte: Heidelberg/Schwetzingen – Bayreuth
- über 45 Stationen (Kommunen und einzelne Monumente)
- mehr als 60 historische Gemäuer (Burgen, Schlösser, Ruinen, Klöster)
- Rechts- und Organisationsform: eingetragener Verein
- erfüllt die Qualitätskriterien des Deutschen Tourismusverbands (DTV) für Ferienstraßen
- 14 Premium Partner Hotels entlang der Route
