Meldung vom 27. Oktober 2026 (18:04 Uhr)
Nach dem kriminellen Cyberangriff auf das Eichstätter Rathaus macht die Stadtverwaltung weitere Fortschritte auf dem Weg zum Normalbetrieb. Die ersten Server sind wiederhergestellt, seit Dienstagnachmittag können auch die ersten Mitarbeiter/-innen wieder über Ihre dienstlichen Mailadressen kommunizieren. Dennoch ist bis mindestens Ende dieser Woche weiterhin nur der Notbetrieb möglich.
Seit Dienstagnachmittag wird nach und nach der Zugang zu den dienstlichen E-Mail-Postfächern wiederhergestellt. Zuvor muss jedes der weit über 100 Geräte einzeln überprüft und für die Nutzung freigegeben werden. Sobald das geschehen ist, können die jeweiligen Mitarbeiter/-innen wieder E-Mails lesen und versenden. Bis alle Rechner überprüft sind und der E-Mail-Verkehr wieder vollständig funktioniert, wird es mindestens bis Ende dieser Woche dauern.
Was bedeutet das für Bürger/-innen, die eine E-Mail an die Stadtverwaltung geschickt haben?
Wer in den vergangenen beiden Wochen eine E-Mail an das Rathaus geschickt hat, die nicht zugestellt werden konnte, hat darüber automatisch eine Unzustellbarkeits-Benachrichtigung erhalten. Die Stadtverwaltung bittet darum, diese E-Mails erneut zuzuschicken.
Wer keine solche Fehlermeldung bekommen hat, dessen E-Mail sollte grundsätzlich angekommen sein. Allerdings konnten die Mitarbeiter/-innen ihre Nachrichten rund zwei Wochen lang nicht bearbeiten. Deshalb haben sich zahlreiche Anfragen angesammelt. Außerdem stehen den Mitarbeiter/-innen derzeit viele der Programme, die sie zur Bearbeitung der Anfragen benötigen, noch nicht zur Verfügung. Viele Anfragen können also aktuell auch nicht bearbeitet werden. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis, dass es bei der Beantwortung und Bearbeitung von E-Mails deshalb zunächst zu längeren Wartezeiten kommen kann.
Weiterhin gilt: Es steht noch nicht abschließend fest, welche Daten die Täter/-innen kopieren konnten und ob und wie sie diese nutzen können. Deshalb rät die Stadtverwaltung dringend zur Vorsicht im Umgang mit E-Mails, die vermeintlich im Namen der Stadt Eichstätt versendet werden.
Auch die telefonische Erreichbarkeit verbessert sich Schritt für Schritt: Sobald die Endgeräte der jeweiligen Mitarbeiter/-innen wieder freigegeben sind, können diese auch ihre Telefone wieder nutzen. In dringenden Fällen steht weiterhin die Notfall-Hotline bereit.
Notbetrieb dauert an
Wichtig ist allerdings: Dass E-Mails und Telefone wieder funktionieren, bedeutet noch nicht, dass alle Dienstleistungen im Rathaus wieder möglich sind. Viele Behörden-Programme, die die Stadtverwaltung für ihre tägliche Arbeit benötigt, stehen weiterhin nicht zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise die Systeme, mit denen Personalausweise ausgestellt, Wohnsitzanmeldungen durchgeführt oder Parkberechtigungen bearbeitet werden. Diese wiederherzustellen, ist technisch aufwendig und erfordert teilweise auch die Zusammenarbeit mit anderen Behörden.
Welche Dienstleistungen sind derzeit möglich, welche noch nicht?
Darüber informiert die Stadtverwaltung in einem ausführlichen und laufend aktualisierten FAQ unter https://www.eichstaett.de/cyberangriff/. Dort finden Bürger/-innen einen Überblick über die aktuelle Erreichbarkeit und die verfügbaren Dienstleistungen. Sobald weitere Angebote wieder möglich sind, wird die Übersicht entsprechend aktualisiert.
Notfall-Hotline und Info-Punkt
Die Notfall-Hotline - (08421) 93770 – ist darüber hinaus bis auf Weiteres während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung (Montag bis Donnerstag: 8 bis 12:30 Uhr, Dienstag und Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr) besetzt. Dort nehmen Mitarbeiter/-innen der Stadtverwaltung Anfragen der Bürger/-innen entgegen. Der Info-Punkt im Rathaus steht während der Öffnungszeiten wieder bis auf Weiteres zur Verfügung.
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