Meldung vom 30. Oktober 2026 (11:52 Uhr)
Ab Montag, 2. November, endet der Notbetrieb: Alle Mitarbeiter/-innen sind wieder telefonisch und per E-Mail erreichbar. Die reguläre Telefonvermittlung funktioniert wieder, die Notfall-Hotline entfällt ab Freitagmittag. Der Info-Punkt bleibt bestehen.
Dienstleistungen weiterhin stark eingeschränkt: Viele Fachanwendungen stehen noch nicht zur Verfügung. Deshalb sind zahlreiche Dienstleistungen, etwa die Ausstellung von Ausweisen oder Wohnsitzanmeldungen, weiterhin nicht möglich.
Längere Wartezeiten bei Anfragen: Durch den großen Rückstau an E-Mails und die fehlenden Fachanwendungen verzögert sich die Bearbeitung vieler Anliegen erheblich. Die Stadt informiert proaktiv über weitere Fortschritte.
Ab Montag, 2. November, kehrt im Eichstätter Rathaus ein weiteres Stück Normalität zurück: Nach dem kriminellen Cyberangriff sind dann alle Mitarbeiter/-innen wieder telefonisch und per E-Mail erreichbar. Damit endet der bisherige Notbetrieb im Rathaus. Allerdings bleibt der Arbeitsalltag im Rathaus weiterhin deutlich eingeschränkt: Viele Dienstleistungen können noch nicht angeboten werden, da die dafür notwendigen Computerprogramme und der Zugang zum bayernweiten Behördennetz weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Außerdem müssen sich Bürger/-innen auf längere Wartezeiten bei der Bearbeitung ihrer Anliegen einstellen.
In den vergangenen Tagen wurden nach und nach die Rechner der weit über 100 Mitarbeiter/-innen einzeln überprüft und wieder für die Nutzung freigegeben. Ab Montag können nun alle Mitarbeiter/-innen wieder E-Mails lesen und versenden sowie telefonieren. Auch die zentrale Telefonvermittlung des Rathauses unter (08421) 6001-0 funktioniert ab Montag wieder vollständig.
Damit ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Normalbetrieb geschafft. Allerdings bedeutet die wiederhergestellte Erreichbarkeit ausdrücklich nicht, dass auch alle Dienstleistungen der Stadtverwaltung wieder möglich sind.
Viele Dienstleistungen weiterhin nicht möglich
Denn auch wenn die Mitarbeiter/-innen wieder an ihren Rechnern arbeiten können, fehlen ihnen weiterhin viele der Programme, die sie für ihre tägliche Arbeit benötigen. Dazu gehören beispielsweise die Systeme, mit denen Personalausweise ausgestellt, Wohnsitzanmeldungen durchgeführt oder Parkberechtigungen bearbeitet werden. Diese sogenannten Fachanwendungen wiederherzustellen, ist technisch aufwendig und erfordert teilweise auch die Zusammenarbeit mit anderen Behörden.
Welche Dienstleistungen sind derzeit möglich, welche noch nicht? Darüber informiert die Stadtverwaltung in einem ausführlichen und laufend aktualisierten FAQ unter https://www.eichstaett.de/cyberangriff/. Dort finden Bürger/-innen einen Überblick über die derzeit verfügbaren Angebote und die jeweiligen Ansprechpartner/-innen.
Die Stadtverwaltung bittet darum, sich vor einer Anfrage oder einem Besuch im Rathaus zunächst online oder telefonisch zu informieren, ob die gewünschte Dienstleistung derzeit überhaupt angeboten werden kann, um sich selbst unnötige Wege zu ersparen.
Großer Rückstau: Längere Wartezeiten bei E-Mails
Eine weitere Folge des Cyberangriffs: In den vergangenen Wochen haben sich zahlreiche E-Mails und Anfragen angesammelt, die die Mitarbeiter/-innen aufgrund der abgeschalteten Systeme nicht bearbeiten konnten. Dieser Rückstau muss nun nach und nach abgearbeitet werden.
Hinzu kommt, dass viele Anliegen auch jetzt noch nicht abschließend bearbeitet werden können, weil die dafür notwendigen Fachanwendungen und digitalen Dateiablagen fehlen. Die Stadtverwaltung bittet deshalb um Verständnis, dass die Beantwortung und Bearbeitung von E-Mails derzeit deutlich länger dauern kann als gewohnt.
Wer in den vergangenen Wochen eine E-Mail an das Rathaus geschickt und daraufhin eine automatische Unzustellbarkeits-Benachrichtigung erhalten hat, wird gebeten, die Nachricht erneut zu versenden. Wer keine solche Fehlermeldung erhalten hat, dessen E-Mail sollte grundsätzlich angekommen sein. Diese Nachrichten müssen nicht erneut geschickt werden.
Weiterhin gilt: Es steht noch nicht abschließend fest, welche Daten die Täter/-innen kopieren konnten und ob und wie sie diese nutzen können. Deshalb rät die Stadtverwaltung weiterhin dringend zur Vorsicht im Umgang mit E-Mails, die vermeintlich im Namen der Stadt Eichstätt versendet werden.
Notfall-Hotline wird eingestellt
Mit der wiederhergestellten telefonischen Erreichbarkeit endet auch der Betrieb der eigens eingerichteten Notfall-Hotline. Ab Montag können sich Bürger/-innen wieder über die gewohnten Telefonnummern zu den Öffnungszeiten an die Stadtverwaltung wenden.
Der während des Notbetriebs eingerichtete Info-Punkt im Rathaus wird bis auf Weiteres im Eingangsbereich des Rathauses zu den Öffnungszeiten angeboten. Dort stehen Mitarbeiter/-innen der Stadtverwaltung für Fragen bereit. Welche Dienstleistungen bereits möglich sind, erfahren sie weiterhin online.
Stadt informiert, sobald weitere Dienstleistungen möglich sind
Die Stadtverwaltung arbeitet gemeinsam mit externen Fachleuten weiterhin daran, die noch fehlenden Systeme sicher wiederherzustellen. Wann die einzelnen Fachanwendungen wieder zur Verfügung stehen, lässt sich derzeit noch nicht zuverlässig abschätzen.
Sobald weitere Dienstleistungen wieder angeboten werden können, wird die Stadt Eichstätt darüber von sich aus informieren. Die Stadt Eichstätt informiert weiterhin fortlaufend über ihre Homepage, die Presse und die sozialen Medien über den aktuellen Sachstand. Für die anhaltenden Einschränkungen und längeren Wartezeiten bittet die Stadtverwaltung um Verständnis und Entschuldigung.
Ein ausführliches FAQ mit allen wichtigen Fragen und Antworten zum Notbetrieb im Rathaus finden Sie unter https://www.eichstaett.de/cyberangriff/.
