Meldung vom 23. Oktober 2026 (15:01 Uhr)
Nach dem kriminellen Cyberangriff auf das Eichstätter Rathaus arbeitet die Stadtverwaltung weiterhin unter Hochdruck am Hochfahren der Systeme. Während die ersten Server wiederhergestellt sind, muss der Notbetrieb im Rathaus noch bis voraussichtlich Ende kommende Woche (30. Oktober) anhalten.
Schritt für Schritt kann die Stadtverwaltung mit Unterstützung der externen Fachfirma für Cyber-Sicherheit derzeit die Systeme im Rathaus wiederhochfahren. Die Täter/-innen haben bekanntermaßen unter anderem die Server verschlüsselt, also der Stadt Eichstätt den Zugang zu ihren eigenen Systemen versperrt. Die Stadtverwaltung hat aber regelmäßige Sicherungskopien ihres aktuellen Arbeitsstandes auf Servern an unterschiedlichen Stellen in Deutschland gespeichert – ist also nicht darauf angewiesen, dass die Täter/-innen die Systeme wieder freigeben. In den vergangenen Tagen haben Stadtverwaltung und Fachfirma detailliert die aktuellste Sicherungskopie durchgearbeitet und auf Auffälligkeiten überprüft. Diese Auffälligkeiten wiederum muss das Team einzeln durchgehen und auf Unbedenklichkeit prüfen. Denn die letzte Sicherungskopie ist erstellt worden, nachdem sich die Täter/-innen schon Zugang zum System verschafft hatten.
Sicheres Wiederhochfahren braucht Zeit
Erst wenn für einen Server sichergestellt ist, dass seine Sicherungskopie für den Wiederaufbau geeignet ist und keine Hinweise auf Schadsoftware enthält, kann dieser wiederhergestellt werden. In einem nächsten Schritt kann der betreffende Server zurückgesetzt und die jeweilige Sicherungskopie aufgespielt werden. Die Stadtverwaltung Eichstätt betreibt allerdings nicht nur einen, sondern zahlreiche Server. Jeder einzelne muss auf diese Weise überprüft und wiederhergestellt werden – das braucht Zeit.
Anfang kommender Woche muss das Team im Rathaus dann voraussichtlich noch jedes Gerät – also zum Beispiel alle Laptops – einzeln überprüfen, ob sich auf den Geräten noch Schadsoftware der Täter/-innen befindet. Erst in einem nächsten Schritt können die Geräte perspektivisch mit den Servern verbunden werden. Deshalb arbeitet die Stadtverwaltung nach dem Grundsatz Sicherheit vor Geschwindigkeit.
Am Wochenende erreichbar
Weil der Wiederaufbau so technisch komplex ist und möglichst sicher sein soll, wird der Notbetrieb der Stadtverwaltung noch bis voraussichtlich Ende kommender Woche anhalten. Was im Notbetrieb derzeit möglich ist, ist ausführlich unter www.eichstaett.de erklärt. Zusätzlich wird die Notfall-Hotline (08421) 93770 auch an diesem Wochenende (24./25. Oktober) für dringende Anfragen der Bürger/-innen von 9 bis 13 Uhr besetzt sein.
Notfall-Hotline und Info-Punkt
Die Notfall-Hotline - (08421) 93770 – ist darüber hinaus bis auf Weiteres während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung (Montag bis Donnerstag: 8 bis 12:30 Uhr, Dienstag und Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr) besetzt. Dort nehmen Mitarbeiter/-innen der Stadtverwaltung Anfragen der Bürger/-innen entgegen. Der Info-Punkt im Rathaus steht während der Öffnungszeiten wieder bis auf Weiteres zur Verfügung.
Die Stadt Eichstätt informiert weiterhin fortlaufend über ihre Homepage, die Presse und die sozialen Medien über den aktuellen Sachstand. Insbesondere über die Wiederherstellung der Erreichbarkeit wird sie schnellstmöglich informieren. Für die Einschränkungen bittet die Stadtverwaltung um Entschuldigung.
Ein ausführliches FAQ mit allen wichtigen Fragen und Antworten zum Notbetrieb im Rathaus - was geht, was nicht - finden Sie unter https://www.eichstaett.de/cyberangriff/.
