Meldung vom 9. Oktober 2026 (13:30 Uhr)
Die Baustelle in der Kipfenberger Straße wird über den Winter unterbrochen. Das teilt das Staatliche Bauamt Ingolstadt nun mit. Im Laufe der Bauarbeiten hatte sich immer deutlicher gezeigt, dass die ursprüngliche Planung unter den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort nicht wie vorgesehen umgesetzt werden kann. Deshalb wird der letzte noch nicht fertiggestellte Abschnitt der Straße nun provisorisch asphaltiert und voraussichtlich Ende Oktober zwischenzeitlich für den Verkehr freigegeben.
Gabionenwand in Erdbebenzone so nicht möglich
Mehrere ungeplante Herausforderungen hatten bereits dafür gesorgt, dass der Bauzeitenplan des Staatlichen Bauamtes nicht zu halten war. Zunächst musste eine bisher unbekannte alte Teerdecke unter der Straße entsorgt werden. Nun hatte die Böschung der innerörtlichen Kipfenberger Straße - wie berichtet - Probleme bereitet. Sie trug das Gewicht der Straße in der Realität deutlich schlechter als gedacht. Das Staatliche Bauamt hatte noch unter Hochdruck neue Berechnungen über einen Statiker aufstellen lassen, die nun eine Gabionenwand entlang des BEPO-Geländes als Abgrenzung und Absicherung vorgesehen hatte. Diese ist aber jetzt nicht so umsetzbar, dass es den statischen Anforderungen der Erdbebenzone I – in der Eichstätt liegt – genügt hätte.
Sperrung voraussichtlich Ende Oktober aufgehoben
Eine Möglichkeit wäre nun gewesen, während der neuen Planungen die Vollsperrung bestehen zu lassen. Währenddessen hätte aber in der Baustelle nicht gearbeitet werden können. Diese Einschränkung möchte das Staatliche Bauamt den betroffenen Anlieger/-innen nicht zumuten. Stattdessen wird nun die Oberfläche so provisorisch asphaltiert, dass sie gefahrlos für einige Monate hält. Damit kann die Sperrung ab voraussichtlich Ende Oktober aufgehoben werden. Dann können alle Autos, (Schul-)Busse und Fahrräder wieder wie gewohnt ohne Umleitungen oder Sperrungen durchfahren. Der genaue Zeitplan, vor allem für den Schulbus, wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Frühjahr 2027 geht es weiter
Voraussichtlich im Frühjahr 2027 wird die Baumaßnahme dann fortgesetzt. In der Zwischenzeit überplant das Staatliche Bauamt die Maßnahme noch einmal neu, inklusive einer tragfähigen Lösung für die Hangsicherung. Das verschafft den Planer/-innen nun die Möglichkeit, einen großen Wunsch der Anlieger/-innen noch einmal zu prüfen – nämlich die Frage, ob und wie die Situation für Fahrradfahrer/-innen mit der neuen Straßenoberfläche verbessert werden kann. Zudem wird aufgrund der geänderten Bauausführung nun ein Neubau der Haupt-Wasserleitung der STADTWERKE vor Ort erforderlich.
Zeitplan wird noch kommuniziert
Wann und wie die Maßnahme 2027 startet, kommunizieren das Staatliche Bauamt und die Stadt Eichstätt frühzeitig. Da nun auch kein Aushub der Böschung mehr auf dem Volksfestplatz gelagert werden muss, entfällt auch die Sperrung des Parkplatzes, die für die kommenden Wochen eigentlich angekündigt war.
