Ein barocker „Fake“: die Häupter der Heiligen Woni und Gangolf

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Geistiger Mittagstisch – „Schätzchen“ aus dem Depot

Der „Geistige Mittagstisch“ vom Mittwoch, 8.5.2020, behandelt zwei ganz besondere „Schätzchen aus dem Depot. Wie all die anderen Kunstwerke der diesjährigen Reihe handelt es sich nicht um große Kunst und nicht einmal um überragendes Kunsthandwerk. Das Besondere liegt in ihrem historischen und frömmigkeitsgeschichtlichen Wert, … und dass die beiden Stücke gewissermaßen als frommes Kuriosum gelten dürfen.

Es handelt sich um die Formen zweier menschlicher Schädel, die auf Kissen gebettet sind und sich unter feiner Gaze und allerlei Zierrat abzeichnen. Allein der reiche Schmuck mit Klosterarbeiten aus feinen Drähten, Folie, Flitter und Glassteinen gefertigen kunstvollen Handarbeiten, verrät die Bedeutung und den auch ideellen Wert der beiden, leisen Schauer auslösenden und wohl im 18. Jahrhundert entstandenen Objekte.

Beschriftungen verweisen auf die beiden Heiligen, welche mit den Reliquiaren pietätvoll geehrt werden: die Heiligen Gangolf von Regensburg und Woni den Eremiten. Während über letzteren nichts bekannt ist, wird der hl. Gangolf, der Legende nach ein burgundischer Ritter im 8. Jahrhundert, u.a. im Erzbistum Bamberg verehrt.

Doch worin der fromme Schwindel, der „Fake“ besteht, wird erst die Führung von Dr. Claudia Grund verraten.

Zur Einhaltung der Abstandsregeln ist die Teilnehmerzahl auf 10 Personen mit Mund- und Nasenschutz beschränkt. Eine telefonische Voranmeldung unter 08421-50266 bzw. 50742 (am Wochenende) ist zwingend erforderlich. Für den individuellen Besuch bleiben die beiden Reliquiare einen Monat lang in den Museumsräumen präsentiert

Datum: 05.08.20
Zeit: 12:15 bis 12:45 Uhr
Treffpunkt Museumskasse
Infotelefon: 08421/50266

Preis

2,50 €
Anmeldung ist erforderlich!

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